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BILDUNG - Grünen-Politikerin Julia Willie Hamburg zu Gast – Aufhebung der Konfessionsquote gefordert

Bild WZ QuoteDiskutierten über eine mögliche Aufhebung der Konfessionsquote an Schulen in katholischer Trägerschaft (von links): Wilhelmshavens Grünen-Landtagskandidat Alexander von Fintel, die stellvertretende Schulleiterin Elke Fischer, Lehrer Stephan Christ, Mitarbeitervertreterin Nina Lüerßen, Dr. Winfried Verburg von der Schulstiftung Bistum Osnabrück, Grünen-Spitzenkandidatin Julia Willie Hamburg, die didaktischen Leiterin Gabi Kurth und Prof. Dr. Franz Bölsker von der Schulstiftung St. Benedikt. BILD: BJOERN LUBBE

 

WILHELMSHAVEN. (KAR) Die Franziskusschule hatte Besuch aus der Landespolitik. Julia Willie Hamburg, Grünen-Fraktionsvorsitzende, schulpolitische Sprecherin und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, sowie die Landtagskandidaten Alexander von Fintel, der an der Franziskusschule unterrichtet, und Stephan Christ, Lehrer der Marienschule Cloppenburg, sprachen mit der stellvertretenden Schulleiterin Elke Fischer und der didaktischen Leiterin Gabriela Kurth. Eingeladen waren außerdem Dr. Winfried Verburg, Vorstand der Schulstiftung im Bistum Osnabrück, sowie Professor Dr. Franz Bölsker und Ludger Heuer von der Schulstiftung St.Benedikt, sowie Mitarbeitervertreterin Nina Lüerßen. 70 Prozent der Schüler müssen katholisch sein

Hauptthema war die Forderung nach Aufhebung der Konfessionsquote an Konkordatschulen (Schulen in katholischer Trägerschaft). Danach müssen mindestens 70 Prozent der Schülerschaft katholisch sein. Dies behindere die Entwicklung zu inklusiven Schulen, die vom Schulgesetz vorgegeben und von den Schulen gewollt sei. Fächerverbindender Unterricht, das gelebte Wertesystem sowie die Ausrichtung als gebundene Ganztagsschule sagten auch Eltern anderer oder ohne Konfession zu. Diesen allgemein anerkannten gesamtgesellschaftlichen Wert möchte die Schulstiftung St.Benedikt erhalten.

In Wilhelmshaven beträgt der Katholikenanteil in der Bevölkerung nur noch rund zehn Prozent. Selbst eine Ausnahmegenehmigung der Landesregierung auf 50 Prozent reiche für eine sichere Zukunft nicht aus. Dann aber würde die Franziskusschule im Rahmen der Finanzhilfe als „freie Schule“ behandelt und verlöre erhebliche Zuschüsse.

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese Quote, die niemandem nützt, wegkommt“, forderte Professor Dr. Bölsker. „Wir werden sonst religions-demografisch nicht mehr in der Lage sein, die Konkordatschule zu halten“. „Auch die theologische Entwicklung macht eine Quote obsolet, da wir gegenseitig die Taufe anerkennen. Wir wollen Inklusion leben, dann auch religiöse Differenzen und Überzeugungen“, fügte Dr. Verburg an. „Die Quote soll nicht fallen, damit Schulen größer werden“, stellte er klar. Wenn sie jedoch falle, würde man auf den Sachkostenzuschuss des Landes verzichten. Julia Willie Hamburg nannte es absurd, dass Schüler nicht angenommen werden dürften, weil eine Quote eingehalten werden müsse. Dies gelte gerade für Kinder, die auf dieses genannte Umfeld angewiesen seien. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Quote fällt“, versprach sie. „Die Kirche sucht den Dialog, wo geht das besser als an Schulen.“

Franziskusschule in der Stadt gut vernetzt

„Kinder kommen sogar aus Varel zu uns“, berichtete Elke Fischer. Um der Kinder mit Teilleistungsstörungen gerecht zu werden, hätten sich Kollegen fortgebildet, und es gebe Sonderpädagogen im Haus. Auf Stadtebene sei die Franziskusschule sehr gut vernetzt. Gabriela Kurth warnte, „bei Beibehaltung der Quote wird das Angebot kleiner, Kooperationspartner könnten wegbrechen“.

Schülern mit Teilleistungsstörung, die später dazukommen wollten, könne dies nicht zugesagt werden, wenn sie nicht katholisch seien, ebenso den Geschwisterkindern nicht.