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Franziskusschule profitiert von Schulsozialarbeit
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Ein Bericht von Dr. Ludger Heuer, veröffentlicht auf der Homepage des Offizialats Vechta

Wie eine Giraffe und ein Wolf wohl miteinander kommunizieren? Aggressiv? Von oben herab? Ängstlich? Großzügig? Die Tierbilder sind für den Schulsozialarbeiter Thomas Kurth nur ein Türöffner. Er holt sie gerne hervor, wenn es darum geht, wie man gewaltfrei miteinander kommuniziert.

Was empfinden die Schüler? Wie möchten sie angesprochen oder behandelt werden, wie halten sie es selbst? Was macht Kommunikation so schwer? „Wenn die Kinder erkennen, wie sie selbst wirken oder behandelt werden wollen, haben sie schon eine hohe Sozialkompetenz erreicht“, weiß Kurth. Die Schüler nennen ihn Thommy.
Schulsozialarbeiter Thomas Kurth bespricht mit Hilfe von Giraffe und Wolf mit Fünftklässlern Kommunikationsformen

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Seit zehn Jahren arbeitet der Diplom-Sozialpädagoge an der kirchlichen Oberschule Franziskusschule. Der 40-jährige dreifache Familienvater stammt aus der Nähe von Wilhelmshaven und arbeitete vorher in einer Jugend-Wohngruppe in Wuppertal. Aus familiären Gründen wollte er damals gerne wieder in den Norden zurück. Die Arbeitsgruppe Schulentwicklung der Schulabteilung des Bischöflich Münsterschen Offizialats hatte das Projekt entwickelt, erzählt Kurth. Seine Aufgabe sei nur vage beschrieben gewesen. Als Schulsozialarbeiter solle er Probleme in der Schule abfedern und Lehrkräfte bei Problemfällen unterstützen. Da es eine solche Funktion in der kirchliche Schullandschaft im Oldenburger Land damals nicht gab, sagte das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken für zwei Jahre eine Anschubfinanzierung zu.

Seine Arbeit sei gut angekommen, glaubt Kurth, wenn auch der eine oder andere Lehrer anfangs skeptisch geschaut habe. Ursprünglich war seine Arbeit nur für die Hauptschüler gedacht, nicht für die Realschüler. „Da habe ich aber nie einen Unterschied gemacht.“ Er arbeite mit Schülern aller Jahrgänge und beginne intensiv mit den Fünftklässlern. Je älter die Schüler würden, umso dünner werde der Kontakt. „Die brauchen mich dann immer weniger.“ Seine Arbeit teilt sich in drei Bereiche: 1. Klassische Beratung im Einzel- oder Kleingruppengespräch mit Schülern, Eltern oder Kollegen, 2. präventive Arbeit im Klassenverband mit Sozialtrainings wie Konfliktbewertung, gewaltfreie Kommunikation, Klassenrat oder sexualpädagogische Beratung und 3. erlebnispädagogische Freizeitmaßnahmen in den Ferien wie Kletter- und Wandertouren oder Hüttenfreizeiten.

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Was ist mit Mobbing? „Das Thema gehört ganz klar in dieses Büro“, sagt Kurth. Hier könne man viel falsch machen, hohe Fachkompetenz sei gefragt. Viele vermeintliche Mobbingfälle stellten sich als Folgen schwieriger familiärer Bedingungen oder Streitigkeiten zwischen Schülern heraus. „Ich will nicht sagen, dass es bei uns überhaupt kein Mobbing gibt, aber tatsächliche Mobbingfälle tendieren hier gegen null“, ist Kurth überzeugt. Seine „Klienten“ kommen aus allen Alters- und Sozialgruppen, Kulturen und Religionen, Mädchen und Jungen. Ein Muster lasse sich kaum festlegen.

Einige Kinder kämen mit einer großen Palette häuslicher Problemen in die Schule. Hin und wieder macht er Hausbesuche. Manchmal, nicht immer könne er helfen. „Wenn Kinder im Unterricht ständig stören, steckt da meist was dahinter“, weiß er. „Schule ist Beziehungsarbeit.“ Von Kollegen bekomme er viel positive Rückmeldung für seine Arbeit. Seine Arbeit will Kurth nicht nur auf die Schule beschränken. Im Februar startete in der Schule der sogenannte Haven84. Kurth hatte diesen offenen Jugendtreff gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Willehad konzipiert. Zusammen mit einem Pastoralreferenten will er ihn auch betreuen.

Dr. Ludger Heuer ist Pressesprecher und Leiter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Offizialat Vechta