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An der Franziskusschule tüfteln Schülerinnen an Robotern – MINT-Projekt gab den Anstoß

VON LISA HAGEMEIER      Artikel aus der Wilhelmshavener Zeitung vom Mittwoch, 30.03.2011

WILHELMSHAVEN Tüfteln, löten, programmieren – so sieht der spaßige und knifflige Freitagvormittag der zwölf Mädchen des Robotik-Kurses an derFranziskusschule aus. Seit diesem Schuljahr beschäftigen sich die Schülerinnen mit dem Bau von Robotern. Das Besondere: Das Kursangebot ist für Jungen und Mädchen getrennt. „So wollen wir den unterschiedlichen Lern- und Arbeitsweisen von Mädchen und Jungen gerecht werden“, erzählte der betreuende Lehrer Heiko Grill. Erste Erfahrungen mit Technik haben die Jugendlichen im außerschulischen Lernort und an der Jade Hochschule gesammelt. Damals nahmen die 8. und 9. Klassen am Projekt „JuniorMint“ teil, das vom Verband der Metall- und Elektroindustrie „Nordmetall“ und der Agentur für Arbeit Wilhelmshaven gefördert wird.

Die Projektleitung hat der außerschulische Lernort in enger Zusammenarbeit mit der Jade Hochschule. Den Schülern der Franziskusschule hat das Projekt offenbar gut gefallen. Im Anschluss äußerten sie den Wunsch, an ihrer Schule einen Robotik-Kurs ins Leben zu rufen. Inzwischen bauen sie eigene Roboter, die durch ein bestimmtes Programm Befehle ausführen sollen. Zurzeit sind die Schüler damit beschäftigt, die Roboter zu programmieren. Die Wahl fiel auf das System „Asuro“, welches vom Institut für Robotik und Mechatronik (am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Oberpfaffenhofen entwickelt wurde. Die Schule bestellte zwölf Bausätze und die notwendigen Materialien. „Der Kurs richtet sich in erster Linie auch an Mädchen, weil sich vor allem Jungs für technische Berufe interessieren“, sagt Heiko Grill. Das soll sich durch den Robotik-Kurs ändern. „Es ist interessant zu sehen, wie die Mädchen mit der Technik zurechtkommen – ohne Unterstützung der Jungs“, sagt Heiko Grill. Und schnell habe sich gezeigt: Die Unterstützung brauchen die Mädchen auch gar nicht. Während die Jungs schon ihre ersten Bauversuche unternehmen, würden die Mädchen zunächst aufmerksam die Baupläne studieren. Eine der Schülerinnen ist Salome Labadze, 15 Jahre alt. „Ich finde es besser, von den Jungs getrennt zu arbeiten, weil die Jungs immer alles besser wissen wollen“, sagt sie. So könnten die Mädchen viel besser ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

„Der Robotikkurs sollte mir weitere Einblicke in die technische Berufswelt verschaffen. Es hat mir sehr gefallen, etwas aus eigener Hand zusammenzusetzen“, erzählt die Schülerin. Einen technischen Beruf möchte sie aber später nicht unbedingt erlernen. „Ich arbeite lieber mit Kindern zusammen.“ Am Ende des Halbjahres konnte man sehen, dass die Mädchen gute Arbeit geleistet haben. Trotz vieler Einzelteile und Schwierigkeiten haben sie es geschafft, einen fahrbaren Roboter zu bauen. Sie sind mit Ehrgeiz und Spaß an das Projekt herangegangen. „Ich habe Spaß an der Arbeit, weil ich immer wieder aufs Neue herausgefordert werde“, erzählt Jasna Sund (15). Außerdem interessiere sie, wie Technik funktioniert. Und das Junior-Mint-Projekt hatte ihr schon gut gefallen. „Da hat mich meine Neugier gepackt.“ Der Robotik-Kurs läuft mittlerweile über ein halbes Jahr. Und Lehrer Heiko Grill ist zufrieden mit der Arbeit seiner Schüler. „Sie arbeiten lieber praktisch, als sich nur mit der Theorie zu beschäftigen. Und man merkt, dass ihnen die Arbeit trotz einiger Schwierigkeiten Spaß macht.“ Spannend bleibt es auf jeden Fall, denn die Schüler der Franziskusschule haben ein klares Ziel vor Augen. Sie wollen mit ihren computergesteuerten Fahrzeugen beim Schülerwettbewerb „Spurt“ in Rostock an den Start gehen. Bis dahin haben sie noch Zeit, weiter zu tüfteln.